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Artikel in "Die Welt"
verfasst am 09 Mar 2013
Die ganze Story um das Foto vom Napalm-MädchenDas Foto von dem nackten Mädchen, das aus einer Napalm-Wolke flieht, gehört zu den Symbolen des Vietnamkrieges. Der Historiker Gerhard Paul analysiert den Bild-Zusammenhang und kritisiert die Medien. Von Sven Felix KellerhoffKrieg ist immer grausam – für Soldaten wie für Zivilisten. Stets sterben in Kriegen Unbeteiligte, in Konflikten der Moderne gibt es oft sogar mehr "Kollateralopfer" als uniformierte Tote. Gerade bei Kämpfen in der Dritten Welt, also ehemaligen Kolonien, hatte die einheimische Bevölkerung besonders zu leiden. Das gilt auch für den Vietnamkrieg zwischen 1964 und 1975, in dem rund dreimal mehr Zivilisten ums Leben kamen als Soldaten auf beiden Seiten. Zufällig zur gleichen Zeit, zu der US-Präsident Barack Obama mit John Kerry und Chuck Hagel zwei sehr unterschiedliche Vietnam-Veteranen in sein neues Kabinett berufen hat, ist eine aufrüttelnde Dokumentation erschienen, derzufolge der Umfang der Kriegsverbrechen an Vietnamesen noch viel größer war als bisher bekannt. Doch noch viel stärker als diese Lektüre wirken Bildikonen im Bewusstsein der Öffentlichkeit fort, in aller Welt. Weiterlesen (Quelle)...
Soeben erschienen: BilderMacht
verfasst am 01 Mar 2013
Wieder lieferbar: Das Jahrhundert der Bilder
verfasst am 01 Mar 2013
Nachdem die beiden Bände "Das Jahrhundert der Bilder" seit 2011 wegen Ausverkaufs sowohl beim Verlag Vandenhoeck & Ruprecht als auch bei der Bundeszentrale für Politische Bildung nicht mehr lieferbar waren, hat nun dankenswerterweise aufgrund der nach wie vorhandenen großen Nachfrage die Wissenschaftliche Buchgesellschaft In Darmstadt zunächst Band 2 (1949 bis heute) zum Mitgliederpreis von 19,90 Euro bzw. zum Buchhandelspreis von 39,95 Euro in Lizenzausgabe nachgedruckt.
Mehr Informationen und Bestellung unter: www.wbg-wissenverbindet.de
Vortrag in Berlin am 05. März 2013
verfasst am 17 Feb 2013

Vorankündigung: BilderMACHT
verfasst am 17 Feb 2013
Gerhard Paul, BilderMACHT, Wallstein Verlag erscheint zur Leipziger Buchmesse im März 2013 Zwischen der »electrischen Fee« der Jahrhundertwende, der Vision von Hoffnung und Zukunft, und dem »Kapuzenmann«, der Unterdrückung und Folter symbolisiert, liegt ein Jahrhundert, in dem die Bilder Geschichte machten.
Bilder haben eine aktive bzw. generative Kraft und dienen als Waffe in politischen und militärischen Auseinandersetzungen. Gerhard Paul untersucht ihre wandelnde Bedeutung und ihre viel behauptete Macht am Beispiel von ausgewählten Einzelbildern, Bildsujets und Bildstrategien unterschiedlicher medialer Träger wie Plakat, Fotografie, Film und Internet. Die reich illustrierten Kapitel beschäftigen sich u. a. mit Medienikonen wie dem Mao-Porträt und der Fotografie des »Napalmmädchens«, dem Bild des »Big Brother« als zentraler Chiffre des totalitären wie posttotalitären Zeitalters, den Bildakten vom Judenpogrom in Lemberg/Lviv 1941 und dem Bildterror im US-Gefängnis vom Abu Ghraib. Die exemplarischen Analysen gehen der Frage nach, wie diese Bilder Beziehungen zu ihren Betrachtern aufnehmen und synchron deren Sichtweisen bzw. diachron deren Verständnis von Geschichte prägen. Nachgezeichnet werden die Wege, wie einzelne Bilder im globalen cultural flow zu Ikonen aufsteigen, sich dabei von ihrem Entstehungskontext entfernen, auf andere Bildträger überspringen und in unterschiedlichsten Kontexten für jeweils eigene Zwecke nutzbar werden. Gerhard Paul betont, dass sich mit den optischen Reproduktionstechniken seit Beginn des 20. Jahrhunderts eine zweite mediale Bildrealität herausgebildet hat, in der Menschen agieren und Entscheidungen treffen.
Quelle und weitere Informationen
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| http://www.prof-gerhard-paul.de/ |
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